Dienstag, 01.03.16 - Bonn

Diskussion: Das Massaker von Distomo am 10. Juni 1944. Überleben, Weiterleben.

Ein Zeitzeugengespräch mit Argyris Sfountouris. Als die deutsche Wehrmacht am 10. Juni 1944 in dem griechischen Dorf Distomo ein Massaker verübten und 218 Bewohner auf grausamste Art und Weise töteten, war Argyris Sfountouris vier Jahre alt. Als Überlebender des Massakers hat er einen jahrzehntelangen Kampf um Anerkennung der Kriegsverbrechen durch den deutschen Staat und die Entschädigung der Opfer geführt.

Die Friedrich-Ebert-Stiftung veranstaltete am 1. März 2016 ein Zeitzeugengespräch mit Argyris Sfountouris und 100 Schülerinnen und Schülern der Wilhelm-Busch-Hauptschule (Wesseling) in Bonn. Argyris Sfountouris stellte sich den zum Teil sehr persönlichen Fragen der jungen Menschen und diskutierte mit ihnen über Wege, um Rassismus, Hass und Gewalt vorzubeugen und über Möglichkeiten der Versöhnung. Es ging bei dem Gespräch auch um die Rolle Deutschlands, das bis in die neunziger Jahre die Grausamkeiten von Distomo nicht als Massaker anerkannt, sondern von einer Maßnahme der Kriegsführung gesprochen habe. Die Schülerinnen und Schüler gestalteten im Anschluss eine Schülerzeitung zum Zeitzeugengespräch.

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